Mittwoch, 21. August 2013

Schweden 2013 - Tag 9


Route: Rättvik am Siljansee

Heute ist Ruhetag..wir wollen noch einen Tag hier bleiben, etwas ausruhen und evtl. mal im See baden. Leider wird daraus nix..das Wetter meint es nicht sehr gut mit uns und empfängt uns mit dicken Wolken und starkem Wind. Außerdem ist es ziemlich kühl und an baden nicht zu denken..


Erstmal frühstücken wir und machen dann einen Spaziergang zur "Seebrücke". Die ist wirklich ganz witzig, zumal das Wasser etwa wadentief ist und selbst da draussen nicht viel tiefer. Aber trotzdem schön, auf der Seebrücke wachsen sogar Bäume!



Später gehen wir nochmal einkaufen und bummeln etwas in der Stadt rum. Als wir zurück kommen hat sich auch der Campingplatz ziemlich gelichtet, die Schweden haben ihren Rausch ausgeschlafen und fahren nach Hause.
Wir müssen uns öfter mal ins Zelt verkrümeln weil es regnet, später essen wir noch gebratenen Lachs und gehen enttäuscht schlafen. Den Tag hatten wir uns anders vorgestellt...aber gegen das Wetter kann man ni9x machen.

Samstag, 10. August 2013

Schweden 2013 - Tag 8


Route: Ön (Hedesunda) - Rättvik am Siljansee

Kilometerstand:  1940 km

Campingkosten:  420 SEK für 2 Tage

Der Morgen weckt uns mit Sonnenschein und Vogelgezwitscher. Was für ein schöner Tag.
Auf dem Campingplatz ist schon geschäftiges Treiben, der Platz für den Midsommer Baum wird vorbereitet, Blumen werden gepflückt und die Leute haben alle gute Laune.
Wir frühstücken noch gemütlich in der Sonne, packen unsere Sachen zusammen und verabschieden uns von den netten Holländern.
Heute ist alles ganz anders, die Schweden haben fast alle frei und man sieht jede Menge Jogger und Mädchen die Blumen pflücken. Daraus flechten sie dann Kränze für ihr Haar.
Oft wird uns vom Straßenrand aus zugewunken, alle sind freundlich. Die Route nach Rättvik ist sehr abwechslungsreich, klein gewundene Straßen und eine ewig lange breite Schotterpiste.
Da kann man die erlaubten 80 km/h locker fahren und es macht einen Mordsspaß über den roten Schotter zu düsen.

























Kurz vorm Ziel wird die Straße dann sehr langweilig, breit und schnurgerade – das richtige für die Chopperfahrer die es in Schweden gibt.
In Rättvik angekommen sind wir erstmal erstaunt, ne Menge Menschen und Autos sind hier unterwegs. Alle wollen Midsommer feiern und haben Campingplätze und andere Unterkünfte gestürmt.
Wir versuchen unser Glück beim Siljansbadet Camping - der Platz ist ziemlich voll, aber wir finden ein kleines Plätzchen für unser Zelt und dürfen bleiben.
Es ist zwar etwas teurer als bisher (wegen Midsommer), aber wenigstens können wir wieder unsere Headsets kostenlos an der Rezeption laden.



Nachdem wir aufgebaut und alles eingerichtet haben, gehen wir erstmal einkaufen. Heute sogar mal zu Fuß, dabei schauen wir uns ein wenig in der Stadt um.
Auffällig sind die vielen Ami-Schlitten, meist sehr schick hergerichtet und mit der passenden Mugge dazu. Sie fahren immer wieder durch die Stadt, das scheint auch so ein Ritual hier zu sein.
















Der See erscheint riesig, man hat dasGefühl man ist am Meer.
Wir quatschen kurz mit einer Frau, sie stammt aus München und hat vor 20 Jahren nach Rättvik geheiratet. Sie erklärt uns, wie das mit der Midsommerfeier abläuft.
Halb 6 geht es los mit dem Umzug und das wollen wir nicht verpassen. Also beschließen wir später zu kochen, damit wir nichts verpassen.Wir schlendern zur Hauptstraße und warten auf den Umzug. Plötzlich kommt Bewegung in die Massen, ein kleiner Tross bestehend aus Reitern vorn weg, einer Gruppe Musikanten und dahinter junge Mädchen, die den Schmuck für den Midsommerbaum tragen.
















Alle tragen eine Tracht und schließen uns dem Zug an. Es geht zum Heimatmuseum von Rättvik.
Dort müssen wir noch gepfefferte 120 SEK bezahlen und dann dürfen wir uns unter die Massen mischen. Alle sitzen mit ihren Picknickkörben und Campingstühlen im Gras und nach einer Ansprache (leider konnten wir nichts verstehen) ging es dann los – der Baum wurde unter viel Geklatsche und Anfeuerungsrufen aufgestellt…alles sehr langsam und insgesamt bestimmt eine halbe Stunde lang.
















Dann stürmen alle Schweden vor zum Baum, fassen sich an den Händen und tanzen singend um den Baum – wie in der Ikea Werbung!
















Da sich der Himmel inzwischen sehr verdunkelt hat und schon die ersten tropfen fallen, ist der ganze Spuk auch schnell vorbei und wir sputen uns zum Zelt zu kommen. Wir haben eben den Einweg-Grill angefeuert und die ersten Steaks drauf, da geht’s auch schon los…unsere Stimmung sinkt, vorallem auch weil das Fleisch nicht gut ist…sehr dicke Scheiben und viel Fett. Wir beschließen in Schweden kein Fleisch mehr zu kaufen, sondern lieber Fisch – am liebsten Lachs, der ist lecker! Mit dem halbgaren Fleisch und unseren restlichen Beilagen verziehen wir uns ins Zelt und hoffen, dass der Regen wieder aufhört. Ich bin enttäuscht...die Schweden feiern und trinken die ganze Nacht und wir müssen im Zelt hocken...blöder Regen!!

Schweden 2013 - Tag 16

Route:  Rostock - Goldberg - Zuhause Kilometerstand:   4286 km Bei leichtem Nieselregen kommen wir kurz nach 7 Uhr von der Fähre run...