Freitag, 19. Juli 2013

Schweden 2013 - Tag 7


Route: Mariefred (Schloss Gripsholm) - Uppsala - Ön (Hedesunda)

Kilometerstand:  1766 km

Campingkosten:  190 SEK

Das Wetter sieht nicht gerade einladend aus als wir morgens um 8 aus dem Zelt kriechen. Wir packen schnell alles zusammen, bevor es Frühstück gibt, damit nicht alles nass wird falls es regnen sollte. Heute wollen wir nach Uppsala fahren, ich möchte mir gerne die Königshügel anschauen.
Übrigens habe ich gestern noch eine Antwort von Touratech bekommen: „Sie wissen nicht ob die Kollegen in Schweden das Teil vorrätig haben.“! Etwas verärgert schreibe ich zurück, ob man nicht mal die Kollegen kontaktieren kann, wir möchten ungern einen Umweg fahren wenn das Teil nicht vorrätig ist.
Kundenservice stelle ich mir irgendwie anders vor…
Wir fahren wieder kleine Landstraßen und an unzähligen Seen vorbei…abwechselnd Asphaltstraßen und auch wieder einige Schotterstraßen. Einmal müssen wir eine ganze Weile am Wasser entlang fahren, weil es keine Brücke gibt. Etwas später biegen wir dann endlich ab und zu unserem Erstaunen müssen wir über eine Eisenbahnbrücke fahren. Leider haben wir da kein Foto machen können (man will ja so schnell wie möglich da wieder runter). Aber echt mal…Sachen gibt’s…
Kurz vor Uppsala machen wir eine kleine Pause, ich checke mein Handy und entdecke eine neue Mail..von Touratech Schweden. In gut verständlichem Englisch schreibt man mir, sie haben das Teil vorrätig und wir können gerne kommen und es tauschen. Aber von Freitag bis Sonntag ist geschlossen wegen Midsommer. Na das ging ja mal fix! Da scheint der Service noch zu klappen!
Ich schreibe zurück, dass wir gerade in Uppsala sind und erst Anfang nächster Woche kommen können. Nur kurze Zeit später habe ich eine Antwort, es wäre kein Problem und sie freuen sich auf uns!
In Uppsala orientieren wir uns an gammla Uppsala (Alt-Uppsala), dort sind die Königshügel und auch ein Museum. Es soll auch ein Freilichtmuseum dort sein, das haben wir aber nicht gefunden (erst als wir wieder losgefahren sind, da hatten wir aber keine Lust mehr nochmal anzuhalten). Es ist ziemlich schwül und sieht auch etwas regnerisch aus, wir parken unsere Motorräder und schauen uns die Hügel an. Wirklich viel gibt es nicht zu sehen, eine alte Kirche steht noch dort und eben das Museum.
















Das schauen wir uns auch noch an, es kostet 120 Sek und dafür bekommt man eine Jahreskarte. Das Museum an sich ist recht nett, wenn auch nicht sehr groß. Leider gibt es keine Klimaanlage, nur ein paar Ventilatoren wirbeln die Luft durcheinander. Es ist wahnsinnig warm und wir schwitzen in unseren Motorradklamotten. Wir schauen uns noch einen kleinen Film an über die Geschichte des alten Uppsala und dann wollen wir doch schnell wieder etwas Fahrtwind spüren.
Weiter geht es Richtung Norden und am späten Nachmittag machen wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Das klappt mit dem Navi meist ganz gut, es findet immer einige schöne Plätze in der Nähe. Wir entscheiden uns für Hedesunda Camping auf der Insel Ön.
























Erst mal müssen wir ein ganzes Stück dies Landzunge entlang fahren und später wieder eine kleine Schotterstrecke zum Campingplatz. Wir fragen wie immer auf Englisch nach einem Platz für eine Nacht, da fragt uns die freundliche Frau an der Anmeldung auf Deutsch ob wir aus Deutschland kommen. Es stellt sich heraus, dass der Platz einer holländischen Familie ist gehört, die nun schon die 9. Saison hier sind.
Schön, dass wir mal wieder ein wenig deutsch sprechen und uns auch mal etwas mehr unterhalten können. Der Platz ist schön und gepflegt und auf noch keinem anderen Campingplatz in Schweden hab ich so viele Holländer gesehen…woran das wohl liegt???














Wir bauen das Zelt auf und dann ist erstmal Abendessen dran. Leider sind hier viele Mücken mit großem Appetit und ich habe schon einige Stiche. Ich hoffe nach dem Duschen wird es besser…aber trotzdem reibe ich mich lieber mit Autan ein…vor allem die Füße scheinen hier sehr beliebt zu sein.
Später gehen wir noch zum See, es ist schon halb 10 aber die Sonne steht noch sehr hoch. Ich mache tolle Fotos und wir können uns kaum satt sehen…einfach traumhaft hier.




Eigentlich würde ich gerne noch länger hier bleiben, aber da würde unser Zeitplan durcheinander kommen…schade.














Wir bleiben noch eine Weile am See, quatschen noch kurz mit den Holländern und dann ab ins Zelt.
Morgen gehts dann nach Rättvik - Midsommer!

Montag, 15. Juli 2013

Schweden 2013 - Tag 6


Route: Torpön am Sommensee - Mariefred (Schloss Gripsholm)

Kilometerstand:  1508 km

Campingkosten:  200 SEK

Heute morgen ist es bedeckt und kühl. Nach dem Frühstück packen wir wieder unsere Siebensachen und  wir ziehen weiter…Richtung Uppsala, wo wir uns später noch die Königshügel anschauen wollen.
Vorbei an Linköping und Norrköping und wieder an zahllosen Seen und Wäldern. Das Wetter bessert sich und bis auf einen kleinen Schauer bleibt es trocken, trotz der vielen Wolkentürme.Wir fahren Richtung Küste und in einer kleinen Bucht machen wir Rast, essen ein leckeres Eis und chillen etwas am Wasser.




Nachmittags zieht sich der Himmel immer mehr zu, wir sind schon in den Malären angekommen. In Mariefred entschließen wir uns, hier zu übernachten. Unser Campingplatz ist genau gegenüber dem Schloss Gripsholm, leider ist die Sicht nicht besonders gut und daher gibt es kein besseres Foto.


























Kurz überlegen wir noch, das Schloss anzuschauen, haben aber eigentlich keine Lust mehr und der Hunger plagt uns auch schon mächtig. Also schnell eingecheckt, Zelt aufgebaut und gekocht…heute gibt es Lachs (Lax) mit Kräuterbutter (Persiljesmör) und Salat. Das Bier nennt man hierzulande auch „Mädchenbier“, aber nach einem langen Fahrtag reicht das auch.



Heute haben wir auch einen schönen Tisch und müssen nicht auf dem Boden kochen. Auch mal ganz nett…und die Besucher erst…die Enten werden wir noch öfter auf den Campingplätzen treffen…sobald es irgendwo raschelt sind sie zur Stelle, es könnte ja was geben..grins.
Der Platz ist zwar ganz nett sonst, aber außer uns sind nur noch einige Wohnmobil- und Wohnwagencamper da. Zwar viele Deutsche, aber jeder macht sein Ding für sich...nicht sehr kommunikativ...aber später werden wir noch nette Menschen treffen...


Übrigens dürfen wir hier auch unsere Bluetooth-Headsets aufladen, die Damen an der Anmeldung verlangen 20 Kronen, das sind 2,30 € und ist zu verschmerzen. Handys laden wir wie immer beim  Waschen. Leider fängt es später an zu regnen, so dass wir uns recht bald ins Zelt verkrümeln, noch etwas lesen, die obligatorische Schokolade genießen und bald einschlafen.

Freitag, 12. Juli 2013

Schweden 2013 - Tag 5

Route: Urshult - Torpön am Sommensee

Kilometerstand:  1147 km

Campingkosten:  190 SEK

Der Morgen weckt uns mit Vogelgezwitscher und Sonnenschein. Gut gelaunt kriechen wir aus dem Zelt und waschen uns mit erfrischend kaltem Wasser. Auf eine Dusche verzichte ich gerne, das Wasser kommt aus einem Brunnen – Dusche kostet inzwischen 70 Pumpenschläge – und ist eiskalt. Wir kochen uns frischen Kaffee und essen lecker Brot und schwedischen Käse. Danach das übliche Prozedere – alles zusammenpacken und auf die Bikes packen.
Dieser Campingplatz wird uns als einer der schönsten in Erinnerung bleiben und wer gerne auf den Luxus von fließend warmen Wasser und Strom verzichten kann findet hier ein herrliches Fleckchen Natur zum entspannen. Ich möchte unbedingt noch einmal wiederkommen und vielleicht auch einen Tag länger hier verweilen.
Unsere heutiges Ziel ist der Sommensee, auch eine Empfehlung eines Freundes. Also verlassen wir Hätteboda, wieder auf der tollen Schotterstraße und biegen dann in Richtung Vaxjö ein. Wir fahren von nun an einen Mix aus Navi und Karte. Das Navi um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und die Karte um die großen Straßen zu meiden und diese herrlich einsamen kleinen Strecken zu finden. Wer sagt, dass es in Schweden keine Kurven gibt, ist noch nie abseits der geraden Schnellstraßen gefahren.


Kilometerweit kommt außer Wald manchmal gar nichts, dann plötzlich ein See oder ein kleines Dorf…traumhaft. Dazu dieser blaue Himmel mit nur wenigen kleinen Wölkchen…das soll sich leider bald ändern.
















So, erstmal tanken…
Tankstellen findet man hier auch jede Menge, wir hatten zu keiner Zeit Probleme mit der Reichweite. Im Gegenteil, die BMWs haben noch weniger verbraucht als sonst. Dank Svenja sind wir auch gut vorbereitet und haben uns eine Visa Card mit PIN besorgt.
Ich finde das System mit den Automaten gar nicht so schlecht, keine langen Schlangen an der Kasse weil einer noch ne Bockwurst oder anderes Zeug dazu will.
Wir fahren also weiter Richtung Tranas, immer gerade hoch und zwischen den großen (auf der Karte roten) Straßen. In Nässjo geraten wir mitten in der Stadt in eine Demo von Afrikanern und müssen eine Weile in Schrittgeschwindigkeit hinterher trödeln. Von Tranas aus biegen wir auf die Straße nach Torpön ab und sind überrascht. Eine Straße wie im Gebirge windet sich vor uns entlang, viele enge Serpentinenkurven geleiten uns zu unserem heutigen Campingplatz Torpöns Färjeläge Camping.
Wir haben gerade noch Glück, der Betreiber wollte eben wegfahren. Er schließt sein Häuschen nochmal auf, zeigt uns auf der Karte unseren Stellplatz und nimmt uns 190,- SEK ab und erklärt uns, dass wir zum Duschen ein 5,- Kronen Stück brauchen. Bevor er losfährt fragt er uns noch wo wir denn hinwollen und erzählt uns, dass ab morgen die Campingplätze voller werden wegen Midsommer.
















Zelt aufbauen, einräumen...Platz erkunden...die allabendliche Routine. Es gibt in Schweden auf jedem Campingplatz eine gut ausgestattete Küche mit Herd oder Kochplatten und meist sogar eine Mikrowelle. Da wir sowieso Strom brauchen für unsere Headsets, beschließen wir, unsere Steaks in der Küche zu braten und im Aufenthaltsraum zu essen. Da haben wir die Steckdosen im Blick und sind etwas vor den Mücken geschützt. Nach dem Essen versuche ich beim Wohnwagen nebenan ein 10 Kronenstück gegen 2 5 Kronenstücke zu tauschen, habe aber kein Glück, die nette Frau hat nur eins und das schenkt sie mir auch noch. Ich bedanke mich ganz herzlich und verschwinde um etwas Körperpflege zu betreiben...der Mann geht leer aus und muss bis morgen warten…grins…aber beim Campen ist das eben so.. Später naschen wir noch etwas lecker schwedische Schokolade und ich schreibe eine Mail an Touratech, dann versinken wir im Land der Träume.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Schweden 2013 - Tag 4

Route: Trelleborg-Urshult

Kilometerstand: 870 km

Campingkosten: 150 SEK

Die Nacht war kurz…ich habe nicht sehr gut geschlafen und wache durch Geklapper und Geklirr in der Cafeteria auf. Das Frühstück wird vorbereitet, um 5 Uhr kommen die ersten Trucker und wollen essen.Ich quäle mich in den Waschraum und spritze mir etwas kaltes Wasser ins Gesicht, Zähne putzen und Kontaktlinsen rein…langsam wird ein Mensch aus mir. Als ich nochmal kurz an Deck gehe um zu schauen ob man schon Land sieht, erlebe ich einen tollen Sonnenaufgang.
























Die anderen sind jetzt auch wach, überall zerknitterte Gesichter. Wir holen uns noch ein Frühstück und Kaffee, dann schnell zu den Bikes, denn wir legen gleich an. Zack fix die Motorräder abschnallen, die Ladeluke geht schon auf und der erste LKW fährt vor uns raus. Wir verlassen die Fähre und fahren aus dem Hafen, treffen uns aber mit den anderen noch mal an einer Tankstelle. Dort tauschen wir noch Telefonnummern aus und versprechen uns in Kontakt zu bleiben und wollen uns später nochmal irgendwo treffen. Nach einer herzlichen Verabschiedung düsen wir alle in verschiedene Richtungen los. Geschafft..endlich in Schweden!
Das erste Ziel ist der Hätteboda Vildmarkscamping in Urshult, ein Tipp von Svenja. Ihre Beschreibung war so toll, dass ich da unbedingt auch hin möchte. Danke Svenja!!
Nach ca. 2 Stunden sind wir total geschafft, die Sonne scheint uns auf den Pelz und wir sind müde. In der nächsten Stadt (ich weiß nicht mal mehr welche) halten wir an einem Lidl an und legen uns einfach auf eine Wiese neben dem Parkplatz. Der Laden hat noch nicht geöffnet und es ist ruhig hier, so daß wir eine knappe Stunde dösen. Der Parkplatz füllt sich langsam mit Einkaufswilligen und wir werden misstrauisch beäugt, deshalb stehen wir auf und holen uns einen lecker eisgekühlten Kaffee….jetzt geht’s uns wieder besser und wir steigen wieder auf und fahren weiter. Während der erste Teil der Strecke noch relativ flach und unbewaldet ist, kommen nun langsam in die ersten Wälder. Immer wieder taucht plötzlich neben uns ein See auf und wir können uns kaum satt sehen an den schönen Bildern. Ab und an halten wir an um Fotos zu machen.

Kurz nach dem Mittag haben wir die Stadt Urshult erreicht und biegen auf die Straße zum Campingplatz ein. Endlich…der erste Schotterweg! Das macht Spaß!!In Hätteboda angekommen stellen wir fest – es ist keiner da. Ich schaue mich schon mal ein wenig um, es ist einfach traumhaft. Ich sehe eine Sauna, verschiedene Badestellen und sogar Kanus kann man sich leihen.














Ein anderer BMW-Fahrer hängt gerade seine Wäsche auf, als ich ihn nach der Anmeldung frage. Er meint, wir können uns auch schon einen Platz suchen, so gegen 17 Uhr sei wieder jemand da. Wir haben aber keine Lust den ganzen Nachmittag hier zu warten, wollen einfach die Gegend noch ein wenig erkunden, etwas einkaufen und später zurück kommen. In Urshult machen wir eine kleine Mittagspause und essen eine Pizza…die ersten Kontakte in unserem eingerosteten Englisch, aber es klappt. Die Pizza ist köstlich und wir sind zum Platzen satt.
Dann schauen wir auf die Karte und überlegen, wie wir fahren wollen. Möglichst von den Hauptstraßen runter und einfach auf die kleinen, in der Karte meist gelben oder weißen Straßen abbiegen. Diese sind dann auch öfter mal unbefestigt, was uns natürlich einen besonderen Spaß macht. Vorbei an gefühlten hundert kleinen Seen, den typischen roten Häusern und satt grünen Wäldern.
Gegen 17 Uhr sind wir wieder auf dem Campingplatz und melden uns an. Wir bekommen einen superschönen Platz direkt am Wasser und bauen gut gelaunt unser Zelt auf.

























Einen kleinen Dämpfer bekommen wir doch noch, die bei Touratech gekaufte USB-Steckdose hat nach der kurzen Fahrt schon ihren Geist aufgegeben. Der Mann prüft alle Kabel, da ist alles in Ordnung…erst nachdem er die komplette Dose wieder abgebaut und geöffnet hat, stellt er fest, daß sich eine Lötstelle gelöst hat. Wahrscheinlich durch die Vibrationen, trotzdem bin ich enttäuscht, sowas dürfte nicht passieren.
Wo soll ich denn nun mein Handy laden? Und das Kommunikationssystem? Meine Laune geht gerade in den Keller…ich werde eine E-Mail an Touratech schreiben und hoffe auf eine kulante Regelung, vielleicht sogar ein Tausch in Schweden?
Zum Abendbrot gibt es Kartoffelsuppe, wir sitzen noch ein bisschen am See und gehen dann bald schlafen.

Schweden 2013 - Tag 3

Route: Goldberg - Rostock - Überfahrt Schweden

Kilometerstand: 565 km

Das Party-Wochenende ist vorbei, alles wieder verpackt und nach einem entspannten Nachmittag geht’s nun nach Rostock zur Fähre.
























Das Wetter ist schön, wir kommen gut voran...sind ja nur knapp 90km. Wir suchen die TT-Line, stellen uns an zum Check-In und sollen uns dann auf der Spur 43 anstellen. Noch ist nicht viel los, wir sind die ersten Motorräder.
 













Ich mache ein paar Fotos und wir warten...bald darauf kommen noch ein paar Biker gefahren. Alle stellen sich an, man kommt ins Gespräch. Andi, Stephan und Marco wollen nach Jokkmokk...um dort Midsommer zu feiern. Wir quatschen ein bisschen über dies und das, die verschiedenen Motorräder werden  begutachtet...














... und schon kommt die Fähre angefahren, wird abgeladen und wir dürfen rein fahren.














Wir werden ans andere Ende der Fähre gelotst und müssen unsere Bikes verzurren...wir gehen an Deck und bleiben wir erstmal draußen, trinken ein letztes Bier und unterhalten uns. Die Fähre setzt sich langsam in Bewegung und schon wird mir schwummrig. Also schnell noch die Reisetabletten einwerfen und dann ab ins Warme und ein Plätzchen zum schlafen suchen.
In der Cafeteria, die auch in der Nacht immer offen ist, sind die besten Plätze schon belegt. Aber wir Camper sind ja hart im nehmen und so legen wir uns auf den Fußboden und versuchen zu schlafen. Mir gelingt es nicht so richtig, zu viele Geräusche drum herum, erst als ich mich an meine Ohrstöpsel in der Motorradjacke erinnere komme ich etwas zur Ruhe.
Gute Nacht John Boy......  

Sonntag, 7. Juli 2013

Schweden 2013 - Tag 1

Route:  Zuhause - Goldberg

Kilometerstand: 475 km

Die Bikes sind fertig gepackt, wir haben gut gefrühstückt und sind startbereit. 
Der Plan ist in Schweden bis zum Siljansee zu fahren, Midsommer erleben und wieder zurück. Natürlich auf verschiedenen Wegen, um so viel wie möglich von der tollen Landschaft zu sehen.

























Die erste Etappe geht nach Goldberg, wo wir das Wochenende mit Freunden auf einem Campingplatz verbringen. Es steht das alljährliche T4-Treffen an. Am Sonntag fahren wir von dort aus nach Rostock zur Fähre, das ist dann nur noch ein Katzensprung.
Aber nun erstmal nach Mecklenburg. Wir fahren wie immer über Land, das ist schöner als Autobahn und man kann auf direktem Weg zum Ziel fahren.
Leider hatten wir nicht damit gerechnet, dass wir durch das Hochwassergebiet fahren müssen und so mussten wir kurz vor Jerichow umkehren und einen anderen Weg finden.
Mehrmals kommen wir an überfluteten Gebieten vorbei und müssen wieder umdrehen, weil Straßen gesperrt oder gar weggespült sind. Die Situation in diesem Gebiet hat uns sehr erschüttert und berührt. Wir hoffen, dass allen Betroffenen die bestmögliche Hilfe zuteil wird. Respekt zollen wir auch allen Helfern. Fotos haben wir keine gemacht, auch wenn man die Ausmaße der Flut mit Worten gar nicht beschreiben kann. Aber die meisten Menschen haben sicher in den Medien genug Bilder gesehen.
Mit ziemlicher Verspätung kommen wir dann gegen 17:00 Uhr in Goldberg an, ziemlich geschafft und müde. Aber der erste Tag schlaucht immer am meisten, die nächsten werden besser.. Jetzt wird noch schön gegrillt und was gegen die Trockenheit in der Kehle getan und dann ab ins Zelt.

Schweden 2013 - Tag 16

Route:  Rostock - Goldberg - Zuhause Kilometerstand:   4286 km Bei leichtem Nieselregen kommen wir kurz nach 7 Uhr von der Fähre run...